Hazel English – Zwischen Sommer und Winter

Wer SchriftstellerIn werden will, kann auch Musik machen. Da schreibt man schließlich auch. Hazel English macht es uns vor und ihre Werke liegen genau zwischen Sommer und Winter.

Sommer und Winter

Wenn man die Musik von Hazel English hört, gehen Frühlings- oder gar Sommergefühle in einem auf. Man bekommt durch die sonnige und interessante Indie-Stimme von Hazel richtig gute Laune und ihr Sound legt sich wie Sonnenstrahlen auf’s Gemüt.

Doch dann kommt der Moment, in dem man das erste mal auf die Lyrics der Songs achtet und man verfällt direkt in Winterdepressionen. Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber die Songtexte liegen im ganz klaren Kontrast zum glücklichen Sound, der eher oberflächliche Lyrics erwarten lässt. Das Versprechen von federleichten Texten mit unbekümmerten Reimen ist gebrochen. Hazel English singt direkt aus ihrem Leben, direkt aus ihrem Tagebuch. Sie spricht über persönliche Gefühle, über ihr zu Hause und ihr Leben. Emotionale Zeilen machen die Sommerlaune zunichte, aber enttäuschen auf keine Weise. Denn schreiben kann sie!

»It’s hard to stay true, to myself and to you
I can’t measure up to this girl you thought you knew
This aching in my heart is tearing me apart
But, darling all your love is somehow not enough«

– Hazel English in »I’m Fine«

Für die, die nie auf Texte achten, ist Hazel English genau das Richtige. Wer offen für gespaltene Gefühlslagen zwischen den Stühlen und Jahreszeiten ist, hat mit Hazel English auch die richtige Wahl getroffen.

1 EP + 1 EP = 2 EPs mit 2 Namen

Die Gleichung ist einfacher als sie aussieht. Hazel English hat im Mai 2017 ein Album veröffentlicht, in dem sie ihre erste EP mit neuen Songs in Form einer neuen EP auf einer LP veröffentlicht hat. Ersetze EP durch Pi und du erhältst das Ergebnis für ein gelungenes Album.

»Just Give In/Never Going Home« ist ein Album mit zwei Seiten, zwei Namen und einer Menge schöner zwiegespaltener Songs.

Trotz deprimierender Textzeilen, findet Hazel English mit einem ihrer Songs auf jeden Fall einen Platz auf meiner sommerlichen Playlist. Auf die könnt ihr euch übrigens schon freuen. Sobald ich genug Sommerlaune-Songs für euch zusammen getragen habe, findet ihr die Playlist wie immer hier.

© Titelbild: Hazel English

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