Metal

Stone Sour – Sprachlos über neues Album »Hydrograd«

By on Juli 4, 2017

Gleich zu Beginn möchte ich eine Sache anmerken. Es gibt Alben oder gar ganze Bands, bei denen mir irgendwie die Worte fehlen. Nicht vor Begeisterung oder vor Erschütterung sondern ganz einfach vor Ratlosigkeit. Dieses Phänomen hatte ich zum Beispiel bei dem neuen Album von Alt-J »Relaxer«. Ich habe mich Wochen vorher auf die Platte gefreut. Dann war sie da und ich wusste ernsthaft nicht, was ich davon halten sollte. Klar war die Platte irgendwie gut, aber vom Hocker gehauen hat sie mich nicht unbedingt und ich konnte nicht genau sagen, wieso eigentlich nicht. Bei Alt-J habe ich mich gegen einen Beitrag entschieden, denn warum sollte ich einen Text über ein Album schreiben, bei dem mir buchstäblich die Worte fehlen. Ähnlich geht es mir bei Stone Sour, doch diesmal schreibe ich einen Text eben ÜBER meine Sprachlosigkeit.

Sprachlos vor Enttäuschung

Als die erste Single-Auskopplung »Song #3« veröffentlicht wurde, dachte ich nur: »Oh, nee«. Ein Stone Sour Pop-Rock-Song? Nein, danke. Darauf kann ich ernsthaft verzichten. Auch das Musikvideo zu »Song #3« ist so uninspiriert wie schlecht umgesetzt, dass mir ernsthaft die Lust auf mehr verging. Auch wenn Corey Taylor bekannt für seine Ironie und Selbstverarsche ist, wusste ich in diesem Fall nicht wirklich, was das soll.

Sprachlos vor Überraschung

Dann erschien die zweite Single von Stone Sour »Fabuless«. Hach, da haben wir es doch wieder: Den Metal, der meiner Meinung nach Corey Taylor einfach am besten steht. Eine Mischung aus Clean-Gesang und Scream, melodisch und hart, ja so muss das sein. Auch das Musikvideo passt wieder in mein erhofftes Stone Sour Bild. (s.u.) Die Selbstironie im Video ist diesmal wirklich lustig und der Clip hat einfach Qualität durch Idee und Humor. Da ist sie also wieder die Vorfreude auf das Album »Hydrograd«. Herzlich Wilkommen.

Fazit trotz Sprachlosigkeit über Stone Sour

Dann war es so weit. Das Album »Hydrograd« erschien letzten Freitag, den 30. Juni 2017. Die Platte ist eine Mischung aus gelungenen Metal Songs wie »Fabuless« oder »Knievel Has Landed«, dem komischen Pop-Rock-Song »Song #3« und natürlich eine Rock-Ballade namens »St. Marie«, die einfach nur völlig fehl am Platz ist.  Das Album hat auf jeden Fall seine Höhen, wie durch den Title-Track »Hydrograd«, der einfach funktioniert. Leider befinden sich aber genauso viele Tiefs im Album, die nur durch’s Weiter-skippen erträglich sind, also gar nicht.

Schade Schokolade, »Hydrograd« ist kein Album zum ins Regal stellen geworden, aber was solls… Meine Slipknot Alben nehmen sowieso zu viel Platz weg.

Mehr Metal gefällig? Kommt vorbei!

© Titelbild: Travis Shinn

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2 Comments
  1. Antworten

    Daniel

    Juli 4, 2017

    Das Video ist der Hammer! Ich dachte echt, dass Stone Sour für mich uninteressant bleiben, weil sie zu poppig und mainstream klingen, zumindest verglichen mit Slipknot – aber je länger ein neues Slipknot Album auf sich warten lässt und je öfter ich das ein oder andere gute Lied von Sour höre, desto mehr genieße ich es. Dann mal ran an das neue Album. Danke, Lena!

    • Antworten

      Lena B.

      Juli 4, 2017

      Freut mich, dass du trotz nicht all zu positiver Kritik des Albums was Positives mitnehmen konntest 🙂 Das Video bzw. der Song sind wirklich der Hammer und kommen Slipknot ja auch ziemlich nahe. Ich denke es ist Quatsch, von einem Parallelprojekt das Gleiche zu erwarten, wie von der Band Slipknot, aber als Platzhalter taugt »Fabuless« allemal! 😀

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