The Drums – In Gedanken auf dem Surfbrett

Die Indie-Pop Band The Drums brachten am Freitag, den 16. Juni 2017, ihr neues Album »Abysmal Thoughts« raus. Gedanklich lässt der Sound einen zuverlässig auf dem Surfbrett die Wellen bezwingen, so wie man es von The Drums gewohnt ist. Textlich fördert die Band die gute Laune allerdings nicht unbedingt.

Woher kennt man The Drums?

Der bekannteste Song von The Drums, den irgendwie jeder schonmal im Ohr gehabt haben dürfte, ist »Let’s Go Surfing«. Die Debüt-Single bringt nicht nur textlich die Musikrichtung von The Drums auf den Punkt, sondern formt die Richtlinie der Band und was man von ihnen erwarten kann.

Der Sound auf dem Surfbrett

Nicht nur aufgrund des Namens der ersten Single »Let’s Go Surfing« lässt die Musik von The Drums einen gedanklich die Wellen reiten. Die Band erinnert ein wenig an die Beach Boys und wird von Kritikern dem Genre des 50er-Jahre-Surfpop zugeordnet. Der Sound von The Drums bringt eine gewisse Leichtigkeit mit sich, wie man sie am Strand, auf den Wellen und in der Sonne fühlt. Gute Laune und Sommergefühle sind bei der Musik vorprogrammiert.

Das Album »Abysmal Thoughts«

Auch das neue und vierte Album »Abysmal Thoughts« ist gewohnt indie-poppig und der Sound unterstützt den Sommer 2017 zuverlässig. Wer allerdings genauer hinhört stellt fest: Die Texte reißen einen direkt runter vom Surfbrett und zerren einen in die Tiefen des Ozeans.

Die Gute-Laune-Alben 2017 scheinen den Trend zu haben mit ihrem launefördernden Sound völlig in die Irre zu führen. Schon bei Hazel English durften wir feststellen, dass sich hinter Sommergefühlen, tiefsinnige und traurige Texte verstecken. Schluss mit »Let’s Go Surfing«! Let’s »Shoot The Sun Down«!

Jonathan Pierce, Sänger und inzwischen Alleinunterhalter bei The Drums, wurde von seinen Bandkollegen nach und nach allein gelassen. »Abysmal Thoughts« wurde von ihm selbst geschrieben und produziert und reflektiert seine Selbstzweifel und schlechte Laune nur zu gut.

Trotz einsamer Musikstunden behält Jonathan Pierce den typischen Sound von The Drums bei. Man hört Indie-Pop der 80er, Surf-Pop der 50er, ein wenig New Wave, einen Hauch The Cure, the Smiths und eben alles, was die heutigen Retro-Liebhaber oder Hipster gerne hören. Jonny Pierce hat also gute Arbeit geleistet und Songs des Albums finden trotzdem ihrem Platz auf meiner kommenden Sommer-Playlist. Am Strand hat man sowieso keine Zeit sich auf den Text zu konzentrieren.

Zu

© Titelbild: The Drums

Post a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vorheriger Post Nächster Post