Agnes Obel - Myopia
Singer-Songwriter & Folk

Agnes Obel — Myopia, um über Musik zu schreiben

By on April 7, 2020

Die Musik tritt bei Zeilenzunder kür­zer, doch heu­te habe ich den bes­ten Grund, um wie­der ein­mal über Musik zu schrei­ben. Unglaub­lich eigent­lich, dass dies der ers­te Bei­trag auf Zeilenzunder über Agnes Obel sein soll… All die Jah­re habe ich auf die per­fek­te Gele­gen­heit gewar­tet, um end­lich über sie zu schrei­ben. Nun ist er gekom­men, denn Agnes Obel hat ihr neu­es Album »Myo­pia« ver­öf­fent­licht.

Agnes Obel in Dauerschleife, immer und immer wieder

Wer mich liest weiß natür­lich, dass Agnes Obel zu mei­nen abso­lu­ten Lieb­lings­künst­le­rin­nen gehört. Gibt man ihren Namen in die Such­leis­te rechts oben von Zeilenzunder ein, erschei­nen sämt­li­che Bei­trä­ge, in denen sie erwähnt wird: »Der Herbst ist da, ich höre Agnes Obel«, »… die Play­list #Lie­bes­ro­man mit Agnes Obel im Fokus …«, » Die Musi­ke­rin … ist toll, sie erin­nert mich an Agnes Obel«. Spä­tes­ten in mei­nem Bei­träg »Dau­er­schlei­fe — Mei­ne All-Time Favo­ri­tes« dürf­te klar gewor­den sein, wie sehr ich sie ver­eh­re.

Doch es fehl­te immer die­ser eine Bei­trag. Der Bei­trag mit ihrem Namen in der Über­schrift, mit ihrem Foto als Bei­trags­bild, in dem es aus­schließ­lich um sie geht (und mich ein biss­chen). Jetzt ist es soweit! Agnes Obel läuft hier wie­der in Dau­er­schlei­fe, denn ihr neu­es Album »Myo­pia« ist vor weni­gen Wochen erschie­nen.

Das Album »Myopia«

Tat­säch­lich hat mich der Release ein biss­chen über­rascht. Seit ich kaum noch über Musik schrei­be, gehen sämt­li­che News an mir vor­bei. Ja, auch die über mei­ne liebs­ten Musiker*innen. Doch da war es plötz­lich, das neue Album, an das ich über­haupt kei­ne Erwar­tun­gen hat­te und ich dreh­te die Laut­stär­ke voll auf.

Schon der ers­te Song mach­te mir klar: Das Album ist groß­ar­tig. Klar, bin ich ein Voll­blut-Fan und »ein wenig« vor­ein­ge­nom­men. Okay, ich lie­be ALL ihre bis­he­ri­gen Alben, aber trotz­dem wäre ich in der Lage gewe­sen, das Album nega­tiv zu beur­tei­len, wäre es denn ange­bracht gewe­sen. Das war es aber zum Glück nicht. Nein, viel­leicht gehört ihr neu­es Album sogar zu ihren Bes­ten.

»Camera’s Rol­ling« erin­nert dank ähn­li­cher Effek­te an einen ihrer erfolg­reichs­ten Songs »Fami­li­ar«. Bestimmt kein Zufall, doch ich habe direkt inne­re Luft­sprün­ge gemacht. Ich habe nie ver­stan­den, war­um die­ser abso­lut aus­drucks­star­ke Moment, in dem die­se tie­fe Stim­me zum Ein­satz kommt, nur ein ein­ma­li­ges High­light ihrer Musik aus­ma­chen soll­te.

Ich möch­te hier kei­ne Track-By-Track-Vor­stel­lung machen, aber trotz­dem mache ich direkt mit dem zwei­ten Song der Plat­te wei­ter: »Bro­ken Sleep«, die ers­te Sin­gle-Aus­kopp­lung im Jah­re 2020. Als der Song ver­öf­fent­licht wur­de, war ich schon wie­der direkt im Agnes-Obel-Fie­ber. Hach, es wird geklim­pert und sie singt wie­der einen Kanon mit sich selbst. Ja, auch hier ent­deckt man wie­der vie­le ihrer typi­schen Stil­mit­tel und hüpft freu­de­strah­lend auf sei­nem Stuhl. (Also ich tue das.)

Wei­ter. Nächs­ter Song. Nein, das macht kei­nen Sinn. Es hat ja Grün­de, war­um ich nicht mehr über Musik schrei­be. Ich höre an die­ser Stel­le auf mit Ana­ly­sen und Ver­glei­chen und schmei­ße euch das Album ein­fach ins Gesicht.

Gute Laune

Ich bin so glück­lich, dass ich nun end­lich einen Bei­trag über Agnes Obel ver­fas­se. Ihre Musik berei­chert mein Leben schon seit so vie­len Jah­ren und weckt schö­ne wie auch trau­ri­ge Erin­ne­run­gen, die mich leben­dig füh­len las­sen. Wäh­rend ich über­le­ge, wie ich die neu­en Songs am bes­ten auf mei­ne Play­lists ver­tei­le, soll­tet ihr die Früh­lings­ta­ge mit dem Hören von »Myo­pia« ver­brin­gen. Glaubt mir, das macht jede Jah­res­zei­ten NOCH schö­ner.

© Titel­bild: Agnes Obel

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