Berlin - A Perfect Circle und A Perfect Vegan Paradise
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Berlin — A Perfect Circle und A Perfect Vegan Paradise

By on Juni 21, 2018

Auf Insta­gram ist es unüber­seh­bar: Ich war in Ber­lin und es war sogar ein fast per­fek­ter Städ­te­trip!

Ber­lin ist die per­fek­te Stadt für Vega­ner, bot mir ein per­fek­tes Kon­zert und ließ mich per­fekt im Stich, was Plat­ten-Shop­ping anging. Ich fan­ge aber mal bes­ser von vor­ne an:

Ein perfektes Vegan-Paradies

Die Welt hat es ja lang­sam auf­’m Schirm: Es gibt Men­schen, die sich vegan ernäh­ren. In Düs­sel­dorf und ande­ren ver­gleich­ba­ren Städ­ten gibt es diver­se Mög­lich­kei­ten, um auch unter­wegs vegan Essen zu gehen. Doch ist wohl kei­ne Stadt mit Ber­lin ver­gleich­bar. Mir schien es fast so, als wäre es eher eine Aus­nah­me, wenn Restau­rants KEIN vega­nes Gericht auf der Spei­se­kar­te parat hät­ten.

Ich möch­te euch in einer Lis­te zusam­men­fas­sen, wel­che Restau­rants ich im Nor­den Neu­köll­ns getes­tet habe und wei­ter emp­feh­len kann.

H&D Chay — vega­ner Viet­na­me­se:

Unse­re ers­te Anlauf­stel­le für ein vega­nes Mit­tag­essen. Ich bestell­te das Gericht »Bun Nem« (Drei Früh­lings­rol­len mit Reis­nu­deln, roten Zwie­beln, Erd­nüs­sen, Salat, viet­na­me­si­schen Kräu­tern und Sau­ce) und war total begeis­tert! Ich lie­be viet­na­me­si­sches Essen! Das Essen kam super schnell, das Ambi­en­te war schön und die Bedie­nung freund­lich. Was will man mehr?

  • H&D Chay, Hobrecht­stra­ße 11, 12047 Ber­lin

Lily Bur­ger & Steaks:

Bei die­sem Restau­rant kann man zwar nicht von einem schö­nen Ambi­en­te spre­chen, aber das Essen taugt und das ist das Wich­tigs­te. Ich bestell­te einen vega­nen »FBI NEW YORK« Bur­ger mit Seit­an-Pat­ti und vega­nem Ched­dar. Der Bur­ger war wirk­lich gut und oben­drauf gab es noch einen Soja­milch­shake mit Veganz-Rie­gel!

Cig­köf­te Ber­lin:

Für einen Mit­tags­s­nack besuch­ten wir an einem Tag das Cig­köf­te Ber­lin. Ich kann­te das lecke­re Kon­zept schon aus Düs­sel­dorf und auch Ber­lin weiß, wie man Cig­köf­te macht. Es gibt für die­se Lecke­rei meh­re­re Anlauf­stel­len, doch wir besuch­ten nur die­se eine. Abge­se­hen von der mei­ner Mei­nung nach feh­len­den Min­ze, war die Cig­köf­te-Rol­le super gut!

Brammibal’s Donuts:

Ein Must-Eat in Ber­lin sind auf jeden Fall die vega­nen Donuts von Brammibal’s Donuts. Bei die­sen lecke­ren Teil­chen fragt man sich wirk­lich, war­um man sie über­haupt noch in NICHT­ve­gan machen muss. Lecker, lecker, lecker!

Getes­tet wur­den auch die Restau­rants Soya und Lemon Leaf in Kreuzberg/Friedrichshain, die bei­de auf jeden Fall gute und lecke­re Gerich­te vor­setz­ten. Doch so sehr emp­feh­len, wie die obe­ren Restau­rants, kann ich die­se nicht.

Eine perfekte Plattenpleite

Weni­ger erfolg­reich war ich mit den Plat­ten­lä­den in Ber­lin, was aber schlicht und ergrei­fend mei­ne eige­ne Schuld war.

Ich bin es gewohnt, dass Plat­ten­lä­den mehr oder weni­ger alles haben. Ein biss­chen Rock, ein biss­chen Metal, ein biss­chen Elek­tro usw. Ich hat­te wirk­lich kei­ne Ahnung, dass in Ber­lin nicht die Läden ihre Rega­le nach Gen­res sor­tie­ren, son­dern die Stadt die Läden.

So lan­de­te ich unfrei­wil­lig in einem elek­tro­ni­schen Plat­ten­la­den nach dem nächs­ten und such­te ver­zwei­felt nach Musik für Zeilenzunder und mich. So bescheu­ert das auch von mir war, so lus­tig war es auch gleich­zei­tig. Und zum Glück konn­te ich auch schö­ne Bil­der machen, denn jeder Plat­ten­la­den war auf sei­ne eige­ne Wei­se foto­gen. (sie­he Titel­bild)

Ein perfekter Kreis

Das High­light unse­res kom­plet­ten Ber­lin­auf­ent­halts war das Kon­zert von A Per­fect Cir­cle am Sonn­tag in der Zita­del­le.

Die Zita­del­le hat den gro­ßen Vor­teil, dass eine klei­ne Fes­ti­val­stim­mung hoch­kommt. Fress­bu­den, Ver­kaufs­stän­de und Open-Air-Büh­ne bie­ten von Anfang an die­sen Fes­ti­val-Flair und ver­brei­ten bei gutem Wet­ter top Lau­ne.

Wäh­rend sich die Gäs­te nach Ein­lass vor­sich­tig in die Rei­hen vor der Büh­ne ein­ord­nen, wird der Büh­ne vor­erst der Hin­tern zuge­dreht. Schräg gegen­über des bevor­ste­hen­den A Per­fect Cir­cle Kon­zerts wur­de näm­lich das ers­te Deutsch­land-Spiel der WM über­tra­gen. Die Nie­der­la­ge konn­te zum Glück schnell über­wun­den wer­den, denn eini­ge Zeit spä­ter begann die Band ohne Sup­port direkt an zu spie­len und die Stim­mung stieg wie­der.

Man befürch­te­te in mei­nem Umkreis, dass A Per­fect Cir­cle sich in ihrer Set-List haupt­säch­lich an Stü­cken des neu­en Albums bedie­nen wür­den, doch zum Glück war das nicht der Fall. Natür­lich muss­ten wir »So Long, And Thanks For All The Fish« augen­rol­lend ertra­gen, doch Hip Hip Hoor­ay!, der Song fand auch sein Ende.

Ich habe den gan­zen Abend auf mei­nen abso­lu­ten Lieb­lings­song der Band gehofft: »Coun­ting Bodies Like Sheep To The Rhythm Of The War Drums«. Lei­der gehö­re ich zu der anstren­gen­den Sor­te Kon­zert­gän­ge­rIn­nen, die sich alle naselang aus der Mas­se her­aus quet­schen müs­sen, um Bier zu holen, Bier weg zu brin­gen oder sich ne jute Pom­mes Rot zu gön­nen. Die jute Pom­mes Rot lan­de­te gera­de in mei­nen Hän­den, als die buch­stäb­li­chen »War Drums« anfin­gen zu trom­meln und ich muss­te mich ent­schei­den: Mit Pom­mes Rot nach vor­ne drän­geln, um hof­fent­lich die zwei­te Hälf­te in den vor­de­ren Rei­hen abfei­ern zu kön­nen oder hin­ten blei­ben, um zusam­men mit mei­ner Lei­dens­ge­nos­sin Pom­mes Rot Weiß schmat­zend das Lied zu betan­zen. Ich ent­schied mich für die zwei­te Opti­on.

Ins­ge­samt war die Stim­mung klas­se, die Band groß­ar­tig und mei­ne Bei­ne müde. Hip Hip Hoor­ay!

Ein perfektes Berlin

Völ­lig erschöpft mach­ten wir uns ver­gan­ge­nen Mon­tag auf die Rück­rei­se nach Düs­sel­dorf und ich bli­cke auf ein wirk­lich gelun­ge­nes ver­län­ger­tes Wochen­en­de zurück.

Jetzt erst­mal Urlaub vom Urlaub!

Wer übri­gens mei­nen vegan-musi­ka­li­schen Städ­ter­trip in Ams­ter­dam letz­tes Jahr ver­passt hat: Hier ent­lang!

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