Charlotte Gainsbourg - »Rest«
Electro Pop & Electro Punk Indie & Alternative Singer-Songwriter & Folk

Charlotte Gainsbourg — Verleitende Schönheit

By on Januar 6, 2018

Ich scrol­le so durch Insta­gram, dou­ble-tap­pe ein biss­chen rum und sto­ße auf ein ziem­lich coo­les Foto der Use­rin @mijamah. Auf dem Bild sieht man Plat­ten­spie­ler samt Plat­ten­samm­lung und der Fokus liegt auf einer ganz bestimm­ten Schall­plat­te. Der Beschrei­bung nach gehört das Art­work zu der Plat­te »Rest« der Sän­ge­rin Char­lot­te Gain­s­bourg. Gleich mal nach­hö­ren was die Musik so kann.

Verleitende Schönheit

Phä­no­men Insta­gram ver­lei­tet die Men­schen zum kau­fen, kon­su­mie­ren und benei­den. Echt tol­le App… Doch eins wird an die­sem Fall ein­deu­tig bewie­sen. Das Art­work eines Albums ist enorm wich­tig. Vor allem wenn eine Plat­te indi­rekt oder direkt auf Insta­gram bewor­ben wird.

Das Cover des Albums »Rest« zeigt die wun­der­schö­ne Sän­ge­rin Char­lot­te Gain­s­bourg. Ein spe­zi­el­ler Typ Frau, der mir irgend­wie Krea­ti­vi­tät, ein inter­es­san­tes Musik-Gen­re und coo­le Musik ver­sprach. Ich bin also direkt auf das anspre­chen­de Cover »rein­ge­fal­len« und kon­su­mie­re was das Zeug hält. Zum Glück ist gegen den Kon­sum von schö­ner Musik nichts ein­zu­wen­den.

Charlotte Gainsbourg

Char­lot­te Gain­s­bourg ist eine Per­son, über die man eigent­lich viel berich­ten kann. Bei der Sän­ge­rin und Schau­spie­le­rin ist viel los, sowohl pri­vat als auch beruf­lich. Doch ich möch­te mich natür­lich auf das musi­ka­li­sche beschrän­ken.

Im Novem­ber 2017 ver­öf­fent­lich­te die Sän­ge­rin ihr neu­es Album »Rest« und ret­tet mich heu­te aus mei­ner Neu­jahrs-Lan­ge­wei­le. Die guten 2018-Relea­ses las­sen näm­lich noch ein biss­chen auf sich war­ten und umso mehr kann ich mich über mei­ne ver­spä­te­te Ent­de­ckung von »Rest« freu­en.

Vor­ab muss ich aller­dings zuge­ben, dass mich nicht jeder Song von Char­lot­te Gain­s­bourg anspricht. Die Sän­ge­rin pen­delt zwi­schen den Gen­res Indie, Pop, Folk und Elek­tro ganz schön hin und her und lässt mich das ein oder ande­re Lied skip­pen. Auch zwi­schen den spra­chen Eng­lisch und Fran­zö­sisch pen­delt die Sän­ge­rin was das Zeug hält.

Den­noch gehen vie­le Lie­der direkt ins Ohr und das kom­plet­te Album zeich­net sich durch eine zau­ber­haf­te Käl­te aus. Songs wie »Dead­ly Valen­ti­ne« oder »Ring-a-Ring O’Ro­ses« sind zwar pop­pig elek­tro­nisch, haben aber außer­dem etwas geheim­nis­vol­les an sich. Der Song »Dead­ly Valen­ti­ne« ist ein kom­plett eng­lisch­spra­chi­ger Song, der aller­dings durch den wahr­schein­lich absicht­lich so extrem ein­ge­setz­ten fran­zö­si­schen Akzent kom­plett fran­zö­sisch klingt. »Ring-a-Ring O’Ro­ses« ist eine Mischung aus eng­li­schen und fran­zö­si­schen Zei­len, die hier wie­der­um deut­lich durch weni­ger Ein­satz von Akzen­ten getrennt wer­den. Das Spiel mit den bei­den Spra­chen wirkt expe­ri­men­tell und abwechs­lungs­reich und macht das Album in mei­nen Ohren ein­zig­ar­tig mys­tisch.

Am heu­ti­gen Tag läuft Char­lot­te Gain­s­bourg hier in Dau­er­schlei­fe — Nicht nur das neu­es­te Album »Rest«, auch älte­re Alben wie »IRM« oder »5:55«. Bis­her gefällt mir aller­dings die neu­es­te Plat­te am bes­ten, doch ich habe noch viel Mate­ri­al vor mir, wel­ches mich umstim­men könn­te.

© Titel­bild: Col­lier Schorr

 

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