Holygram - Post Punk, wie ich ihn gesucht habe
Post Punk & Dark Electro

Holygram — Post Punk, wie ich ihn gesucht habe!

By on November 9, 2018

Post Punk… ich weiß tat­säch­lich erschre­ckend wenig über die­ses Gen­re. Immer wie­der sto­ße ich auf Musik, bei der ich den­ke: »Geil! Was ist das eigent­lich genau?«… und dann nach ein­ge­hen­der Recher­che weiß ich: »Ah, Post Punk!«. Eigent­lich soll­te es inzwi­schen klar sein. Wenn ich etwas höre, das mir gefällt, aber nicht direkt zuord­nen kann, ist es aller Wahr­schein­lich­keit nach Post Punk. Meist pas­siert mir das bei älte­ren Bands wir Sioux­sie and The Bans­hees, The Cure und Co. Doch ich wuss­te immer ganz genau: Da muss es noch mehr geben! Noch mehr Post Punk, noch mehr New Wave, auch von aktu­el­len und neu­en Bands! Holy­gram ist eine ganz neue Ent­de­ckung von mir. Sie ver­öf­fent­lich­ten heu­te ihr Debütl­bum »Modern Cults«* und sind damit genau der Post Punk, den ich gesucht habe!

Genau, wonach ich gesucht habe!

Wem das Gen­re Post Punk nicht fremd ist, wird es eben­falls haupt­säch­lich mit Bands wie The Cure, Sioux­sie and The Bans­hees oder Joy Divi­si­on asso­zi­ie­ren. Doch es gibt noch mehr! Und wenn ich sage mehr, mei­ne ich neu. Post Punk kommt wie­der oder ist schon längst zurück, unter ande­rem durch die Band Holy­gram. Ich bin ste­tig auf der Suche nach neu­em Input in Sachen New Wave, unter ande­rem für eine Play­list, an der ich schon sehr lan­ge arbei­te. Die Play­list ist aber für mei­nen Geschmack noch viel zu stark durch die alten Post-Punk-Iko­nen geprägt. Ich brau­che noch mehr Neu­es und Aktu­el­les… Bands, die den Post Punk zurück holen und in unse­re aktu­el­le Zeit inte­grie­ren.

Holy­gram und ihre Musik sind also genau, wonach ich gesucht habe und erin­nern mich an die­se klei­ne ver­steck­te Lei­den­schaft zum Gen­re Post Punk.

Holygram — »Modern Cults«

»Modern Cults«* ist ein durch und durch stim­mi­ges Album. Der Tit­le­track und die bei­den Sin­gle-Aus­kopp­lun­gen »Signals« und »A Fac­tion« sind zu Beginn des Albums die erst­mal ein­gän­gigs­ten Songs der Plat­te. Doch wer danach wei­ter hört, wird nicht ent­täuscht. Die Songs wer­den erst  düs­te­rer und melan­cho­li­scher, gewin­nen aber zum Ende hin wie­der an Antrieb und erge­ben als Gesam­tes ein run­des Album mit #Dau­er­schlei­fe-Poten­ti­al.

Ich will noch mehr Post Punk!

Durch die Ent­de­ckung von Holy­gram woll­te ich NOCH mehr! Noch mehr New Wave und Post Punk von heu­te. Ich habe mich ein wenig auf die Suche gemacht und bin auf wei­te­re Bands und neue Alben aus dem Gen­re gesto­ßen.

Whis­pe­ring Sons war nach Holy­gram die ers­te Ent­de­ckung, die sowohl aktu­ell wie auch zei­gens­wert war. Erst letz­ten Monat ver­öf­fent­lich­te die Band die neue Plat­te »Image« und prä­sen­tiert damit eben­falls ihr Debüt­al­bum. Auf­fäl­lig gut fin­de ich hier die tie­fe Gesangs­stim­me und die ein­zig­ar­ti­gen Gitar­ren­riffs.

Eben­falls span­nend fin­de ich die Band Tem­pers. »Stran­ge Har­vest« heißt ihr meist gehör­te Song auf Spo­ti­fy und ist auch bei mir direkt hän­gen geblie­ben. Eine Wahn­sinns Atmo­sphä­re brei­tet sich bei Hören des Songs aus geht tief unter die Haut.

All­ge­mein schei­ne ich etwas spät dran zu sein, was die Wie­der­kehr des Post Punk angeht. Typisch,.. kom­me ja auch erst jetzt auf die Idee mir Blüm­chen­ta­pe­te an die Wand zu kle­ben. (voll 2016!)

Ich bin auf einen zwei Jah­re alten Arti­kel gesto­ßen, der das vor allem in Deutsch­land wie­der auf­wa­chen­de Gen­re per­fekt erläu­tert. In dem Text geht es in ers­ter Linie um Bands und Musi­ker wie Kari­es, Drang­sal und Iso­la­ti­on Ber­lin, die den Post-Punk-Sound neu inter­pre­tie­ren und in ihren eige­nen Sound mit deut­schen Tex­ten ein­fä­deln. Die­ses genia­le Auf­le­ben des Post Punks ist ja tat­säch­lich auch an mir nicht vor­bei gegan­gen. Doch mit Holy­gram oder Whis­pe­ring Sons wird man qua­si zurück in die 70er gebeamt, ohne mit den dama­li­gen Bands direkt in Berüh­rung zu kom­men.

Ich fin­de bei­de Ver­sio­nen groß­ar­tig, sowohl die neu inter­pre­tier­te, als auch die dem Ursprung treu blei­ben­de. In bei­den Fäl­len wird mir viel Mate­ri­al für mei­ne neue Play­list gebo­ten und ich arbei­te flei­ßig dar­an, sie wei­ter für euch zu per­fek­tio­nie­ren. Der Bei­trag zur Play­list folgt hof­fent­lich bald!

© Titel­bild: Yves Chris­tel­sohn

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