Kanye West - Welcome To Heartbreak
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Kanye West — Welcome to Heartbreak

By on März 29, 2017

Dies ist eine fik­ti­ve Geschich­te zu dem Song »Wel­co­me to Heart­break« von Kanye West.

Der Song »Welcome to Heartbreak«

Die Geschichte

Du bist in der Innen­stadt, umzin­gelt von Men­schen­mas­sen. Du nimmst die Men­schen nicht wahr. Wie­so auch? Sie alle sind frem­de Wesen mit denen du nichts zu tun hast.

Sie könn­ten still ste­hen, bewe­gungs­los, du wür­dest sie genau so wenig regis­trie­ren, wie wenn sie sich nor­mal bewe­gen wür­den.

Sie ste­hen also um dich her­um wie erstarrt? Wie ein­ge­fro­ren? Kei­ner bewegt sich, als wür­de die Zeit still ste­hen?

Und wenn die Bewe­gun­gen wie gespult wir­ken? Die Men­schen sich, wie im Zeit­raf­fer, um dich her­um bewe­gen?

Im Takt der Musik bewegt sich die Men­schen­mas­se, im Wech­sel zwi­schen Still­stand und Zeit­raf­fer, doch nichts kann dir dei­ne Auf­merk­sam­keit ent­lo­cken. Du bist nur auf dich fixiert.

»My friend show­ed me pic­tures of his kids
And all I could show him was pic­tures of my cribs
He said his daugh­ter got a brand new report card
And all I got was a brand new sports car«

Doch was, wenn du dich bewe­gen willst? Wenn du in die glei­che oder ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung dei­ner Mit­men­schen lau­fen musst? Im Still­stand kannst du nicht an ihnen vor­bei, sie ver­sper­ren dir den Weg. Wie fest gefro­re­ne Eis­skulp­tu­ren ste­hen sie um dich her­um und du kannst dich nicht an ihnen vor­bei zwän­gen. Sie sind über­all.

»And my head keeps spin­ning
Can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit’ it
Oh ho, oh ho, oh ho
And my head keeps spin­ning
I can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit’ it«

Im Zeit­raf­fer sind die Men­schen zu schnell, du wirst ange­rem­pelt. Sobald du eine Lücke ent­deckst, durch die du hin­durch könn­test, ist sie schon wie­der ver­sperrt.

»Dad cra­cked a joke all the kids laugh
But I could­n’t hear em all the way in first class
Cha­sed the good life my who­le life long
Look back on my life and my life gone
Whe­re did I go wrong?«

Still­stand und Zeit­raf­fer im stän­di­gen Wech­sel. Die Men­schen sind wie Hin­der­nis­se, wie Absper­run­gen, die du nicht über­win­den kannst. Du bewegst dich nicht vom Fleck.

»And my head keeps spin­ning
Can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit’ it
Oh ho, oh ho, oh ho
And my head keeps spin­ning
I can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit’ it«

Und wenn du dir die Men­schen genau­er ansiehst? Es ist schwer, denn sobald du sie dir im Still­stand betrach­ten möch­test, sind sie im nächs­ten Moment schon meter­weit ent­fernt.

»I seen it, I seen it befo­re
I seen it, I seen it befo­re
I’ve seen it, I’ve seen it befo­re
I seen it, I seen it befo­re«

Fass sie an! Berüh­re sie! Doch sobald dei­ne Hand sich in Rich­tung eines Arms oder einer Schul­ter bewegt, ist die jewei­li­ge Per­son einen Moment spä­ter schon wie­der ver­schwun­den.

Sie neh­men dich genau­so wenig wahr, wie du sie wahr­ge­nom­men hast.

»My god sis­ter get­tin’ mar­ried by the lake
But I could­n’t figu­re out who I want to take
Bad enough that I show­ed up late
I had to lea­ve ‘fore they even cut the cake
Wel­co­me to Heart­break«

In einem Moment scheint die Welt im Still­stand zu ver­wei­len. Du hast die Mög­lich­keit sie alle zu sehen, die Men­schen zu begut­ach­ten. Du siehst Fami­li­en, Müt­ter mit ihren Kin­dern; Män­ner und Frau­en; sich lie­ben­de und sich igno­rie­ren­de Per­so­nen. Du siehst das Leben der ande­ren, wie ver­schie­den es von dei­nem ist. Dir fal­len vor allem die Men­schen auf, die sich lie­ben, bei­ein­an­der sind trotz Getüm­mel, trotz den Mas­sen um sie her­um.

»And my head keeps spin­ning
Can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit’ it
Oh ho, oh ho, oh ho
And my head keeps spin­ning
I can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit’ it«

Du siehst eine Frau, einen Mann, wun­der­schön. Du beob­ach­test genau­er, kannst kei­ne Män­gel fest­stel­len. Die Per­son ist so per­fekt, führt ein schein­bar per­fek­tes Leben. Das kannst du erken­nen, obwohl sie still­steht. Du willst sie anfas­sen, sie berüh­ren. Dei­ne Hand möch­te das Gesicht der Per­son strei­cheln.

Doch im nächs­ten Moment ist sie wie­der ver­schwun­den. Die Schnel­lig­keit ist zurück, die Ver­gäng­lich­keit.

»And I can’t, and I can’t stop«

Still­stand, Zeit­raf­fer, Still­stand, Zeit­raf­fer, …

»No, no I can’t stop
No, no I can’t stop«

Sei nicht ent­täuscht, denn es ist deren Leben. Du musst sie nicht grei­fen kön­nen, ihnen nicht hin­ter­her­ren­nen. Du musst nicht mit­hal­ten.

»No, no, no, no I can’t stop
No, no, no, no I can’t stop«

Wenn du dich ein­fach wie­der nur auf dich kon­zen­trierst?

»Can’t stop, I can’t stop, I can’t stop«

Auf dein Leben?

»No, no, no, no
No, no, no, no
No, no, no, no, no, no
No, no I can’t stop«

Und nicht dem Leben ande­rer hin­ter­her eiferst?

»Can’t stop having the­se visi­ons
I got­ta get wit it
Oh ho, oh ho, oh ho
Oh ho
Oh… oh ho«

Bewe­ge dich in DEINEM Rhyth­mus der Musik.

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