Wir ziehen um
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Wir ziehen um… Mit ganz kleinen Schritten…

By on Februar 26, 2020

und lie­gen der Lena von oben auf den… SCHULTERN!

Eigent­lich ist es ja ein alter Hut. Der Umzug ist schon sage und schrei­be vier Mona­te her. Vor vier Mona­ten bin ich mit mei­nem Freund Dani­el zusam­men gezo­gen und seit­dem nut­zen wir jede freie Zeit, um unse­re neue Woh­nung in ein Zuhau­se zu ver­wan­deln.

Heu­te habe ich mir gedacht, ich pau­sie­re das Gan­ze für einen Moment und rei­he statt­des­sen Wör­ter für mei­nen Blog anein­an­der… Blog? Wel­cher Blog? ACH! Zeilenzunder!? Gibt’s den über­haupt noch? Ja! Und so lang­sam bie­tet mir unse­re Woh­nung auch wie­der genug Inspi­ra­ti­on und Zeit, um mich Zeilenzunder voll und ganz zu wid­men. Doch eins nach dem ande­ren.

Wir ziehen um, doch Umzug ist nicht gleich Umzug.

Es gibt Umzü­ge, die sind rela­tiv schnell erle­digt. Man plant, was geplant wer­den muss, packt, was gepackt wer­den muss, und quält sei­ne Liebs­ten mit Kis­ten­schlep­pen und Reno­vie­rungs­ar­bei­ten. Danach packt man wie­der aus, gönnt sich ein bis zwei neue Möbel und fer­tig ist die Umzugs­kis­te.

Wir zie­hen um, doch unser Umzug ist nicht nur ein Orts­wech­sel, son­dern auch ein völ­lig neu­er Lebens­ab­schnitt. Ein neu­er Job, pri­va­te Umschwün­ge und die Sehn­sucht nach Ver­än­de­run­gen mach­ten für Dani­el und mich den Umzug zu mehr als nur einem Umzug. Wir bei­de sind an einem völ­lig neu­en Punkt in unse­rem Leben ange­kom­men und nichts ist mehr so, wie es vor zwei Jah­ren war. Wir nut­zen den Umzug also für einen kom­plet­ten Tape­ten­wech­sel und der braucht Zeit.

Vie­le unse­rer alten Möbel wur­den ver­kauft, ver­schenkt oder ent­sorgt, um Platz für Neu­es zu schaf­fen. Wir sind heu­te noch damit beschäf­tigt neue (alte) Möbel zusam­men zu suchen, Sachen aus­zu­sor­tie­ren und Raum für Raum zu gestal­ten. Frust und Unge­duld lie­gen qua­si an der Tages­ord­nung, doch es gibt auch Momen­te, in denen wir uns genau vor­stel­len kön­nen, wie es mal wer­den wird und vor Freu­de durch die unfer­ti­ge Küche tan­zen.

Was dauert da eigentlich so lange?

Dani­el und ich sind kein Pär­chen, das ins nächs­te Möbel­haus fährt und sich in einem Rutsch neu ein­rich­tet. Ein Desi­gner und eine Inte­rior-Fana­ti­ke­rin erge­ben ein schwer zufrie­den stel­len­des Pär­chen mit hohen Ansprü­chen an Indi­vi­dua­li­tät. (Puh, die For­mu­lie­rung des Sat­zes war so schwie­rig wie das, was er zur Fol­ge hat). Wir haben eine ganz eige­ne Vor­stel­lung von »neu«. »Neu« bedeu­tet in unse­rem Fall, Second-Hand-Möbel zusam­men zu suchen und Din­ge selbst zu bau­en. Wir wol­len ein Zuhau­se, wie es kein ande­rer hat. Da fal­len schwe­di­sche Möbel­häu­ser und schnel­le Lösun­gen von vor­ne her­ein raus.

Zudem habe ich die Erfah­rung gemacht, dass nur mit guter Pla­nung ein ein­heit­li­ches Bild ent­ste­hen kann. Ein­fach nach und nach zu kau­fen, was einem auf den ers­ten Blick gefällt, bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass am Ende auch alles zusam­men passt. Wo die Vor­stel­lungs­kraft ver­sagt, hel­fen mir Foto­mon­ta­gen und Col­la­gen, und ich weiß schon im Vor­feld, wie ein Raum am Ende aus­se­hen wird. Das hat aller­dings zur Fol­ge, dass alles noch län­ger dau­ert, vor allem, wenn man so per­fek­tio­nis­tisch ist, wie ich.

Per­fek­tio­nis­mus und die Lie­be zum Detail zie­hen unser Umzugs-Pro­jekt ordent­lich in die Län­ge, doch ich weiß ganz genau, dass es sich am Ende dop­pelt loh­nen wird.

Die neue Wohnung und Zeilenzunder

Oft fällt es mir schwer unse­ren Schaf­fens­pro­zess zu Doku­men­tie­ren. Ich fokus­sie­re mich ger­ne auf mei­ne aktu­el­le Auf­ga­be bis sie fer­tig ist und kann mich schlecht auf par­al­lel lau­fen­de Pro­jek­te kon­zen­trie­ren. Vor allem, wenn es sich um ein sol­ches Mam­mut­pro­jekt han­delt, wie unse­re Woh­nungs­ge­stal­tung, emp­fin­de ich aus­führ­li­che Blog­bei­trä­ge als zusätz­li­chen Druck.

So lang­sam hat mein Kopf aller­dings wie­der mehr Frei­raum für das Schrei­ben von Tex­ten und das Foto­gra­fie­ren von Pro­zes­sen und Ergeb­nis­sen. Die­ser Blog­bei­trag soll wie­der einen klei­nen Fuß zurück in den Blog­ger-All­tag stel­len, denn mit der Gestal­tung der Woh­nung ent­wi­ckeln sich auch nach und nach neue Ideen für den Blog.

Aktu­ell lade ich hin und wie­der spon­ta­ne Fotos oder Sto­rys bei Insta­gram hoch und wer­de auch dort nach und nach akti­ver. Bezüg­lich Zeilenzunder freue ich mich schon auf Bei­trä­ge rund um die The­men Aus­mis­ten, Ein­rich­ten, Upcy­cling und natür­lich Nach­hal­tig­keit, was im Lau­fe unse­res Umzugs kon­stant The­ma war. Mit dem kom­men­den Früh­ling steigt die Lau­ne am Foto­gra­fie­ren und ich bin Feu­er und Flam­me für die kom­men­den Mona­te.

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