Kolumne

KotzReizende Einleitung

By on Februar 19, 2017

»›Ich könn­te euch erzäh­len, was ich seit heu­te mor­gen erlebt habe‹ sag­te Ali­ce etwas zag­haft; ›aber wei­ter zurück­ge­hen hät­te kei­nen Sinn, weil ich da noch jemand ande­rer war.‹« 

- Lewis Car­roll in Ali­ce im Wun­der­land

 

Die Men­schen, die mich ken­nen, fra­gen sich sicher­lich was ich hier tue. Blog­gen, ja, schon klar. Aber wie­so macht die Alte das? Die Welt braucht nicht NOCH eine Blog­ge­rin, die über ihren lang­wei­li­gen All­tag schreibt, Mode­tips gibt oder sich dabei filmt, wie sie ihren Lid­strich zieht. (Scha­de eigent­lich, ich habe eine Men­ge übrig für Mode und meinen lang­wei­li­gen All­tag.) Wie­so macht die also einen Blog? Macht die nicht eigent­lich Vide­os? Ich dach­te die stu­diert Design? Ist die damit nicht schon fer­tig? Hat die nicht auch eine Band? Zum Beruf woll­te die das aber eh nie machen, oder? Wäre auch ganz schön däm­lich. Also, über was bloggt die Alte hier und was hat das mit Ali­ce im Wun­der­land zu tun?

Ali­ce sagt, sie war frü­her noch eine ande­re Per­son, war­um also über die­se Per­son erzäh­len, wenn die­se damals noch eine ganz ande­re war?

Ich könn­te euch jetzt mit Erzäh­lun­gen über mei­ne Selbst­fin­dungs­pro­zes­se, mein bis­her man­geln­des Selbst­be­wusst­sein oder mein wan­kel­mü­ti­ges Natu­rell lang­wei­len, aber das tut hier nichts zur Sache. Bringt euch nichts, bringt dem Blog nichts und mir sowie­so nichts. Ich kann nur so viel sagen: Ich schrei­be. Und das schon seit vie­len Jah­ren. Die wenigs­tens wis­sen das, weil das Schrei­ben nie etwas war, wovon ich erzäh­len woll­te oder konn­te. Sän­ge­rin oder Musik­vi­deo­re­gis­seu­rin klingt schon kras­ser als Blog­ge­rin oder Schrift­stel­le­rin in Spe. Auch heu­te kann ich den Leu­ten auf die Fra­ge, was ich inzwi­schen eigent­lich so mache, nicht offen ant­wor­ten, dass ich schrei­be. Denn wie klingt das denn? Und bevor man über­haupt etwas ver­öf­fent­licht hat, kann man auf dar­auf­fol­gen­de Fra­gen eh nur den Gegen­über voll­schwit­zen, voll­spu­cken und was man noch so in ner­vö­sen Zustän­den für Flüs­sig­kei­ten abson­dert.

Komm auf den Punkt. Ich will das was ich schrei­be ver­öf­fent­li­chen. Es gibt ein Buch, es gibt Kurz­ge­schich­ten zu Songs und regel­mä­ßi­ge Hirn­kotz­rei­ze, die unbe­dingt das Licht der Welt ent­de­cken wol­len. Wäh­rend ich dar­auf war­te, dass irgend­wer mein Buch ver­legt, muss ich der Mensch­heit aller­dings schon mit mei­nem Gela­ber in Form eines Blogs auf’n Sack gehen (Ich gehe auch ger­ne auf die Kli­to­ris, aber im all­ge­mei­nen darf man männ­li­che Geschlechts­or­ga­ne unge­zwun­ge­ner im Sprach­ge­brauch ver­wen­den, als weib­li­che, das ist irgend­wie so. Weiß auch nicht, war­um.)

Also, (Ach­tung, es fol­gen schlech­te Rei­me!) macht euch auf spru­deln­de Tex­te zu Gedu­del gefasst und lest mein Gesu­del über per­sön­li­che Hirn­er­güs­se. Have Fun!

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2 Comments
  1. Antworten

    Daniel

    Februar 20, 2017

    Viel Erfolg mit dem Extrem, Lena. Ich bin gespannt was hier noch gekotzt wird. 😉

    • Antworten

      Lena B.

      Februar 20, 2017

      Ein­mal muss­te ich »Kotz­würg­schnod­der« hier mit ein­bau­en, wenn schon nicht im Domain­na­men 😀

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