Amsterdam - Ein musikalischer und veganer Städtetrip
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Amsterdam — Ein musikalischer und veganer Städtetrip

By on September 7, 2017

Ams­ter­dam! Hach, was war das schön! Abge­se­hen von unde­fi­nier­ba­ren Schmer­zen im Fuß und dem kläg­li­chen Ver­such als New­bie-Vega­ner nicht zu ver­hun­gern war es doch ein wirk­lich gelun­ge­ner Aus­flug! Ein musi­ka­li­scher und vega­ner Städ­te­trip — Ich berich­te!

Ein musikalischer und veganer Städtetrip — Die Vorbereitung

Es war alles gebucht und der Rei­se mit mei­ner bes­se­ren Foto­gra­fen-Hälf­te soll­te nichts mehr im Wege ste­hen.

Ich mach­te mich vor­her schlau, was Ams­ter­dam am Wochen­en­de vom 31. August bis 01. Sep­tem­ber musi­ka­lisch so zu bie­ten hat­te. Das ein­zi­ge für mich inter­es­san­te Kon­zert, wel­ches ich fin­den konn­te, war der Gig der Band Wil­liam The Con­quer­or. Per­fek­ter Wei­se soll­te der Auf­tritt in einem Plat­ten­la­den statt­fin­den — Zwei Flie­gen mit einer Klap­pe qua­si und der Frei­tag war somit kom­plett durch­ge­plant.

Des Wei­te­ren mach­te ich mich vor Abrei­se über Restau­rants und Imbis­se schlau. Nor­ma­ler­wei­se bin ich gar nicht so eine zwang­haf­te Vor­aus­pla­ne­rin, doch dies­mal war es anders. Ich ernäh­re mich seit Kur­zem vegan und woll­te das selbst­ver­ständ­lich auch in Ams­ter­dam fort­set­zen. Ich such­te mir also sämt­li­che vega­ne Loca­ti­ons raus und fühl­te mich anschlie­ßend per­fekt gewapp­net für den anste­hen­den Städ­te­trip.

Hello Amsterdam

Ich den­ke ich brau­che euch nicht zu erklä­ren, was Ams­ter­dam alles zu bie­ten hat. Grach­ten, Fahr­rä­der, Brü­cken und die gan­zen Sachen waren nach wie vor an Ort und Stel­le und ein­fach wun­der­schön anzu­se­hen. Schon direkt, als unser Zug in Ams­ter­dam ein­kehr­te, war ich ver­liebt. Oder bes­ser gesagt: Die Lie­be wur­de neu ent­facht, denn Ams­ter­dam und ich ken­nen uns schon.

Ihr könnt im Lau­fe des Bei­trags ein paar High­lights unse­rer typi­schen Tou­ris­ten-Foto­gra­fie (oder wie wir sie nen­nen »Street Pho­to­gra­phy«) bestau­nen oder über­sprin­gen und wei­ter lesen. Jawohl!

Vegan in Amsterdam

Ich bie­te euch kei­nen Food-Gui­de oder aus­führ­li­che Restau­rant-Kri­ti­ken, aber mei­ne Erfah­run­gen und posi­ti­ven Ent­de­ckun­gen möch­te ich trotz­dem mit euch tei­len.

Kuli­na­risch war der Städ­te­trip eine Mischung aus gezielt aus­ge­wähl­ten vega­nen Restau­rants und spon­ta­nen und impro­vi­sier­ten vega­nen Gerich­ten in belie­bi­gen Gas­tro­no­mien. Leicht war das ins­ge­samt lei­der alles nicht.

Zuhau­se kom­me ich aktu­ell super mit der vega­nen Ernäh­rung zurecht, aber auf Rei­sen ist es dann doch etwas schwie­ri­ger. Aus die­sem Grund habe ich am letz­ten Tag doch wie­der zum Teil tie­ri­sche Pro­duk­te geges­sen, da ich mich vor­her nicht son­der­lich aus­ge­wo­gen ernährt hat­te. Als Pro­fi ist es sicher­lich völ­lig easy in Ams­ter­dam aus­ge­wo­gen und abwechs­lungs­reich vegan zu essen, doch ich war noch leicht plan­los.

Den­noch lis­te ich euch ein­fach mal gezielt die Loca­ti­ons auf, in denen ich posi­ti­ve Erfah­run­gen machen durf­te und tat­säch­lich vegan geges­sen habe und satt wur­de.

Vegan in Ams­ter­dam — Die Anfän­ger-Lis­te

Zwei Din­ge vor­ab:

  1. Ich glau­be ich saß in kei­nem Café oder Restau­rant, in dem es KEINE Soja­milch gab! Das war auf jeden Fall schon­mal leich­ter, als ich dach­te. Der Kaf­fee-Kon­sum war geret­tet und zudem lecker!
  2. Vegan heißt im Eng­li­schen eben­falls vegan. Easy. Doch spricht man es nicht »wädschen« aus (Wie ich Idi­ot anfangs dach­te) son­dern »wigen«! Wenn ihr das drauf habt (nicht so wie ich), dann ist auch das schon­mal die per­fek­te Vor­aus­set­zung!

Nun die Restau­rants:

Cafe Smit & Voogt

Das Cafe Smit & Voogt war in unmit­tel­ba­rer Nähe zu unse­rem Hotel. Zu mei­ner Über­ra­schung gab es dort nicht nur Soja­milch, son­dern auch vega­ne Gerich­te. Zum Einen konn­te man vegan früh­stü­cken — Toast/Brot mit gebra­te­nem Gemü­se — Super lecker! Außer­dem gab es dort Toma­ten­sup­pe, Pom­mes und noch wei­te­re Gerich­te, die man beden­ken­los als Vega­ner ver­schlin­gen darf.

Maoz Vegetarian

Das Maoz bie­tet in der Innen­stadt einen vegetarischen/veganen Imbiss mit Fala­fel, Salat oder Pom­mes. Als ich frag­te, was genau alles vegan ist, wur­de mir erst ein irri­tier­ter Blick zuge­wor­fen. (Ich glau­be, ich sag­te da noch »wädschen«) und mir wur­de erklärt, dass im Brot Wei­zen ist. »Okay, dan­ke, egal. Aber was ist alles wädschen?« »AAHH WIIIGEN!?« und dann konn­te mir der net­te irri­tier­te Mann kon­kret sagen, was nicht vegan ist und was ich nicht auf mei­ne Fala­fel-Tasche legen darf. Cool! Schmeckt und geht schnell!

Burgermeester

Die Ket­te Bur­ger­mees­ter hat nicht nur Fleisch­bur­ger, son­dern auch vege­ta­ri­sche Vari­an­ten. Auf der Inter­net­sei­te stand, dass ein bestimm­ter vege­ta­ri­scher Bur­ger (SPINACH) auf Wunsch auch vegan bestellt wer­den kann. Opti­mal, also nichts wie hin! Vor Ort wur­de mir aller­dings gesagt, dass das Brot Milch­ei­weiß ent­hält und irgend­wie ja doch nicht ganz vegan ist. Hmm, komisch. Ich kann nicht genau sagen, ob der Kell­ner nur nicht genau Bescheid wuss­te oder die Inter­net­sei­te fal­sche Infor­ma­tio­nen beinhal­tet. So oder so: Es war der letz­te Tag und ich war offen für Milch­ei­weiß im Bröt­chen. Für Vege­ta­ri­er ist der Bur­ger­mees­ter dem­nach abso­lut zu emp­feh­len, denn die Spi­n­ach-Vari­an­te des Bur­gers war zwar nicht son­der­lich sta­bil, aber dafür um so lecke­rer!

De Staalmeesters

De Staal­mee­sters ist kein vega­nes oder vege­ta­ri­sches Restau­rant. Die­se Loca­ti­on ist eins der Bei­spie­le für spon­ta­nen Hun­ger und mal gucken, was die so haben. Ich kann den Laden nicht unbe­dingt an Vega­ner wei­ter­emp­feh­len, aber ich muss den­noch sagen, dass ich dort ein vega­nes Gericht bekam, was zudem sehr lecker war. Die Kell­ne­rin und auch der Koch waren unglaub­lich freund­lich und haben mir extra eine Varia­ti­on gekocht, die vegan war.

Natür­lich waren wir noch in ande­ren Loca­ti­ons, um Pom­mes zu essen oder Kaf­fee zu trin­ken, aber das gibts bei­des natür­lich an jeder Ecke.

Musikalisch in Amsterdam

Kom­men wir nun end­lich zur Musik, denn ein Städ­te­trip kommt bei mir nur mit Kon­zert oder tol­lem Plat­ten­la­den in Fra­ge. Ich hat­te bei­des. Jack­pot!

Plattenladen Concerto

Ich glau­be, das Con­cer­to ist mit Abstand der größ­te und gleich­zei­tig groß­ar­tigs­te Plat­ten­la­den, den ich je gese­hen habe. Der Laden erstreckt sich über vier (oder waren es fünf?) ein­zel­ne Läden, die innen mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Den ein­zel­nen Räu­men wur­den ver­schie­de­ne musi­ka­li­sche Gen­res zuge­teilt, wo es dem­entspre­chend nicht nur die jewei­li­ge Musik zu kau­fen gab, son­dern auch die dem­entspre­chen­de Musik abge­spielt wur­de. Der letz­te Raum und somit der vier­te (oder fünf­te) Raum beinhal­te­te ein süßes Kaf­fee mit pas­sen­der klei­ner Büh­ne für Gigs.

Die­ser Laden war nicht nur vol­ler Charme und tol­ler Musik, son­dern lud dazu ein, ewig dort blei­ben. Für Musik-Fans und vor allem für Schall­plat­ten-Fans ist das DAS Para­dies. Man kann den gan­zen Tag stö­bern, zwi­schen­durch einen Kaf­fee trin­ken und wenn man Glück hat, spielt auch noch eine Band, der man zuschau­en kann.

Das Konzert im Concerto

Am besag­ten Frei­tag spiel­te also eine Band namens Wil­liam The Con­quer­or. Ein Indie-Blues-Trio, was zwar nicht hun­dert­pro­zen­tig mei­nen Geschmack trifft, aber für ein 30-Minü­ti­ges Kon­zert zwi­schen­durch genau das Rich­ti­ge war.

Mei­ne Con­cer­to-Aus­beu­te

Mir war es unmög­lich das Con­cer­to zu ver­las­sen, ohne etwas gekauft zu haben. Eigent­lich hat­te ich mir fest vor­ge­nom­men, in Ams­ter­dam nicht zu shop­pen, doch bei der Aus­wahl und Inspi­ra­ti­on führ­te kein Weg dran vor­bei.

Wer genau wis­sen möch­te, wel­che Plat­ten ich mir gekauft habe, kann das ein oder ande­re den hier gezeig­ten Fotos ent­neh­men oder besucht mich ein­fach auf mei­nem Insta­gram-Pro­fil. Dort gibt es einen Post über mei­ne neu­en Vinyl-Plat­ten aus dem Con­cer­to Record­s­to­re.

An alle zukünf­ti­gen Ams­ter­dam-Rei­sen­den: Besucht den Record­s­to­re Con­cer­to! Ich kann es wirk­lich nur emp­feh­len! Wer danach Bock auf ein vega­nes Gericht hat, fin­det in mei­nem Bei­trag ja viel­leicht sogar auch  noch Inspi­ra­ti­on. Also: Nichts wie hin!

© Pho­tos: Lou­is Roh­de

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