Warum du dich vegan ernähren solltest
Vegan

Warum du dich vegan ernähren solltest — Teil 1 (Die Tiere)

By on September 20, 2020

Die Tage habe ich eine Umfra­ge in mei­nen Insta­gram-Sto­rys geteilt, um mei­ne Follower*innen bes­ser ken­nen zu ler­nen. Ich woll­te wis­sen, wie vie­le mei­ner Abonnent*innen sich eigent­lich vegan ernäh­ren, war­um sie es gege­be­nen­falls nicht tun und wie sie zum The­ma Nach­hal­tig­keit ste­hen. Ich war posi­tiv über­rascht, wie vie­le tat­säch­lich an der Umfra­ge teil­ge­nom­men haben. Fast 300 Per­so­nen, sprich 10% mei­ner Follower*innen waren dabei.

Heu­te habe ich mir über­legt, dass ich auf die rege Teil­nah­me reagie­ren möch­te und die ein­zel­nen Umfra­gen auf mei­nem Blog the­ma­ti­sie­ren möch­te. Zu Beginn stand die Fra­ge, wel­che mei­ner Abonnent*innen eigent­lich vegan leben.

Wie ernährst du dich?

Auf die Fra­ge, wie sich die Teilnehmer*innen ernäh­ren, ant­wor­te­ten 59 mit »vegan«, 104 mit »vege­ta­risch«, 73 mit »Ich esse nur wenig Fleisch/Biofleisch« und 36 mit »Ich esse alles«. Das bedeu­tet, dass laut Umfra­ge 22% mei­ner Follower*innen vegan leben, was ich wirk­lich abso­lut groß­ar­tig fin­de! 40% der Befrag­ten essen aller­dings noch Fleisch, auch wenn 27% davon nur wenig Fleisch bzw. Bio­fleisch essen.

Warum ernährst du dich nicht vegan?

Dar­auf­hin woll­te ich natür­lich wis­sen, war­um 78% mei­ner Follower*innen nicht vegan leben kön­nen oder wol­len. 6% gaben an, dass sie sich ger­ne vegan ernäh­ren wür­den, aber nicht wis­sen wie. 12% wähl­ten die Ant­wort »Ich wüss­te nicht, wie­so ich mich vegan ernäh­ren soll­te« und 56% fällt der Ver­zicht schwer. Auf mei­nem Blog fin­dest du schon einen Bei­trag zum The­ma »Ernäh­rungs­um­stel­lung«, der dir viel­leicht eine klei­ne Hil­fe bei der Umset­zung einer vega­nen Ernäh­rung ist. Ich möch­te auch noch wei­te­re Bei­trä­ge dazu ver­öf­fent­li­chen, doch jetzt fan­ge ich erst­mal ganz von vor­ne an und ant­wor­te auf die 12%, die nicht wis­sen war­um sie vegan leben soll­ten.

Bevor ich also wei­ter ver­su­che dabei zu hel­fen, wie du dich vegan ernäh­ren kannst, ver­su­che ich erst zu erklä­ren, war­um du es aus mei­ner Sicht über­haupt ver­su­chen soll­test.

Warum du dich vegan ernähren solltest

Ver­steh mich nicht falsch. Ich ste­he nicht vor dir, wede­le mit mei­nem Zei­ge­fin­ger und sage: Du musst dich vegan ernäh­ren! Ich möch­te aus­schließ­lich Grün­de auf­zäh­len, war­um du es aus mei­ner Sicht ver­su­chen soll­test. Mir ist wich­tig, dass du weißt, war­um es Sinn macht, sich vegan zu ernäh­ren und dass bei einer nächs­ten hypo­the­ti­schen Umfra­ge, keine*r mehr sagen kann: »Ich wüss­te nicht wie­so ich das tun soll­te«, son­dern die ein­zi­gen Tref­fer auf den Ant­wor­ten »Ich weiß nicht wie«, »Der Ver­zicht fällt mir schwer« oder »Ich kann nicht, weil…« fal­len. Und dar­an arbei­ten wir dann in zukünf­ti­gen Bei­trä­gen. Ambi­tio­nier­tes Pro­jekt, ich weiß.

Die Gründe im Überblick

KURZ GESAGT, Du soll­test dich vegan ernäh­ren, weil am Ende alle etwas davon haben. Und wenn ich sage ALLE, mei­ne ich dich selbst, dei­ne Fami­lie (vor allem dei­ne Kin­der), die Tie­re, die Umwelt und natür­lich ich, denn ich kann eine wei­te­re Per­son auf mei­ner “Über­zeugt-Lis­te” abha­ken.

Du merkst an die­ser Stel­le viel­leicht schon selbst, dass es im Grun­de drei Kate­go­rien mei­ner Argu­men­ta­ti­on gibt: Die Tie­re, die Umwelt, und dein per­sön­li­ches Wohl­be­fin­den. Alle drei Kate­go­rien sind so umfang­reich, dass ich sie lei­der nicht in einen Bei­trag gequetscht bekom­me. Des­halb ist die­ser Bei­trag Teil 1 der Rei­he »War­um du dich vegan ernäh­ren soll­test« und ich begin­ne mit der Kate­go­rie »Tie­re«. Doch WARTE! Bevor du die Sei­te direkt wie­der schließt, weil du denkst, du weißt schon alles, schen­ke mir doch viel­leicht trotz­dem noch etwas Auf­merk­sam­keit. Ich wet­te, dass du den ein oder ande­ren Punkt auf mei­ner Lis­te noch nicht wuss­test.

Die Tiere als Grund für eine vegane Ernährung

Tiere tot streicheln

Ich den­ke, wir wis­sen alle, dass Tie­re vor­erst ster­ben müs­sen, bevor sie gegrillt, frit­tiert oder gebra­ten auf unse­ren Tel­lern lan­den kön­nen. Eini­gen reicht die­ses Argu­ment schon, um sich zumin­dest vege­ta­risch zu ernäh­ren. Vie­len ist das aller­dings egal. Sie ver­drän­gen es, recht­fer­ti­gen es oder kom­men mit Argu­men­ten um die Ecke, die jede*r Vegetarier*in oder Veganer*in im Schlaf ent­schär­fen kann. — Ich lass mich ger­ne auf eine sol­che Dis­kus­si­on ein, schreibt mich an, ich bin noch lan­ge nicht müde.

KLAR, wir müs­sen alle irgend­wann ster­ben. Wenn eine Kuh ihrem natür­li­chen Tod ins Auge blickt, darfst du sie ger­ne strei­chelnd auf ihrem Weg beglei­ten und nach ihrem letz­ten Atem­zug auf den Grill wer­fen. Soll­test du aller­dings glau­ben, dass die Schlachter*innen auf Bio-Höfen das so hand­ha­ben, dann kann ich dir nur dazu raten wei­ter­zu­le­sen.

Das Schicksal von (Nutz-)Tieren

Der Tod ist das eine, doch viel wich­ti­ger ist das Leben davor und die Wei­se, wie Tie­re leben und ster­ben müs­sen, damit du sie und ihre Pro­duk­te essen kannst. Ich kann dir garan­tie­ren, dass auch der Kauf von soge­nann­tem Bio­fleisch oder Fleisch vom benach­bar­ten Bau­ern­hof nicht ohne Leid von Tie­ren ein­her­geht.

1. Rindfleisch und Kuhmilch

Kühe haben in der Fleisch­in­dus­trie und auch beim Bio­bau­ern nur zwei mög­li­che Schick­sa­le. Jedes Schick­sal beginnt damit, dass sie direkt bis weni­ge Tage nach der Geburt der Mut­ter ent­ris­sen wer­den und viel zu häu­fig in klei­ne Boxen gesperrt wer­den. Das macht auch Sinn, denn sie sol­len dem Men­schen ja nicht die Milch weg­trin­ken. (Iro­nie off) Ja, auch bei Kühen geht die Milch­pro­duk­ti­on nur mit einer vor­an­ge­gan­ge­nen Geburt ein­her. Wer glaubt, dass man Kühen jeder­zeit Milch abzap­fen kann, ist auf dem Holz­weg. Die Kühe wer­den mehr­fach unter bru­ta­len Bedin­gun­gen künst­lich befruch­tet, sodass die Mut­ter­milch den Käl­bern weg­ge­nom­men wer­den kann.1

Die Kälb­chen selbst wer­den statt­des­sen auf unna­tür­li­che Wei­se ernährt und, statt bei ihre Mut­ter, in engen Stäl­len oder Boxen gehal­ten. Männ­li­che Käl­ber wer­den frü­her oder spä­ter geschlach­tet, weib­li­che ab unge­fähr einem Jahr regel­mä­ßig ver­ge­wal­tigt, um sie, wie ihre Mut­ter, künst­lich zu befruch­ten. So geht es end­los wei­ter.1

2. Hähnchenfleisch und Eier

Auch bei Hüh­nern lie­gen die mög­li­chen Schick­sa­le ent­we­der dar­in direkt zu ster­ben oder ein qual­vol­les Leben zu füh­ren. Männ­li­che Küken wer­den ent­we­der direkt nach der Geburt ver­gast oder gemäs­tet. Weib­li­che Küken enden eben­falls als »Mast­hähn­chen« oder sie ereilt das Schick­sal der »Lege­hen­ne«.1

Lege­hen­nen kann man ganz gut mit Plas­tik­spiel­zeug ver­glei­chen. Sie wer­den eng gela­gert, durch die Gegend geschmis­sen und nach ein bis zwei Jah­ren weg­ge­wor­fen. Ich ver­ab­scheue bei­des, Plas­tik und den Umgang mit Lege­hen­nen. Die Hüh­ner leben mit gro­ßer Anzahl auf viel zu engem Raum und erlei­den dar­auf­hin diver­se phy­si­sche und psy­chi­sche Krank­hei­ten. Gebro­che­ne Kno­chen, Stress, Ent­zün­dun­gen und soge­nann­tes Feder­pi­cken (Eine Form des Kan­ni­ba­lis­mus, bei dem die Hüh­ner sich gegen­sei­tig ver­let­zen) kön­nen die Fol­ge sein.1

Qual­voll ist auch das Leben als »Mast­hähn­chen«. Die Tie­re wer­den buch­stäb­lich gemäs­tet und zwar so schnell und stark, dass Orga­ne und Gelen­ke nicht hin­ter­her­kom­men. Die Fol­ge sind Krank­hei­ten, Kno­chen­brü­che und die Tie­re ver­durs­ten zum Teil, weil sie sich nicht mehr zum Was­ser­napf bewe­gen kön­nen. Die Hüh­ner wer­den so gezüch­tet, dass sie unun­ter­bro­chen essen, um mög­lichst schnell ihr Schlacht­ge­wicht zu errei­chen. In kon­ven­tio­nel­len Betrie­ben liegt die Zeit­span­ne bei ca. 40 Tagen.1

3. Schweine

Schwei­ne leben (auch in der Bio­hal­tung) meis­tens auf viel zu engem Raum. Sie wer­den eben­falls künst­lich befruch­tet und kom­men dafür in enge Käfi­ge, in denen sie sich nicht mal umdre­hen kön­nen. Häu­fig wer­den dafür den Schwei­nen übri­gens Hor­mo­ne ver­ab­reicht, die vor­her auf grau­sams­te Wei­se schwan­ge­ren Pfer­den ent­nom­men wer­den. (Auch bei Bio erlaubt) — Lie­be Pferdeliebhaber*innen, über­denkt euer nächs­tes Nacken­steak noch­mal.1

Zudem wer­den männ­li­che Fer­kel ohne Betäu­bung kas­triert und Schwei­ne wer­den bei vol­lem Bewusst­sein getö­tet. Man schnei­det ihnen die Keh­le durch oder ver­senkt sie in hei­ßen Brüh­bä­dern.4

Letzt­end­lich leben alle Tie­re der Fleisch­in­dus­trie unter grau­sa­men Bedin­gun­gen. Kühe, Hüh­ner und Schwei­ne lei­den an Krank­hei­ten, leben unter unwür­di­gen Ver­hält­nis­sen auf viel zu engem Raum. Sie wer­den respekt­los bis grau­sam behan­delt und müs­sen in jedem Fall viel zu früh ster­ben.

Ich esse nur Biofleisch

All­ge­mein kann man sagen, dass das Bio-Sie­gel bei Fleisch kei­ne gute Tier­hal­tung garan­tiert. Die Sie­gel selbst bzw. deren Vor­ga­ben las­sen meist zu viel Spiel­raum. Es gibt natür­lich Aus­nah­men, sprich Bau­ern­hö­fe, die den Tie­ren genug Platz las­sen und sie »art­ge­recht« hal­ten. Aller­dings fin­de ich, dass man das Wort »art­ge­recht« nur dann ver­wen­den soll­te, wenn man die Tie­re ein­fach in Ruhe lässt und das kann auf einem Bau­ern­hof zwangs­läu­fig nicht der Fall sein.

Wunderwiesen und Biobauernhöfe

NEHMEN WIR MAL AN, es wür­de irgend­wo auf der Welt wirk­lich einen Bio­bau­ern­hof geben, auf dem zum Bei­spiel Kühe “art­ge­recht” gehal­ten wer­den. Doch soll­te das wirk­lich art­ge­recht sein, wür­de das bedeu­ten, dass sie dem Kalb nicht die Mut­ter­milch klau­en. Sie wür­den die Kuh nicht für eine höhe­re Milch­pro­duk­ti­on auf eine unna­tür­li­che Diät set­zen und die Tie­re hät­ten eine Lebens­er­war­tung von 20 statt 1/2 bis 5 Jah­ren. Also gibt es dort alle paar Jah­re das Fleisch einer ver­stor­be­nen Senio­ren-Kuh und KEINE Milch oder Käse zu kau­fen. Diese*r Tierhalter*in macht dann aller­dings kein lukra­ti­ves Geschäft son­dern liebt ein­fach Kühe. Uto­pi­scher geht es kaum.

Die­ses Bei­spiel soll euch zei­gen, dass Tier­hal­tung für Bauern*Bäuerinnen immer ein Geschäft ist. Tie­re wer­den zum Pro­dukt, um Geld zu ver­die­nen, und zum Bei­spiel geschlach­tet, sobald sie nicht mehr genug Eier legen oder Milch geben. Men­schen grei­fen außer­dem auch auf Bio­hö­fen bru­tal in das Leben von Tie­ren ein, allein weil die Tie­re zum Bei­spiel künst­lich befruch­tet wer­den müs­sen. Sie sind somit kon­ti­nu­ier­li­chem Stress aus­ge­setzt und fin­den am Ende immer den glei­chen Weg in den Tod.

Bio-Fleisch sug­ge­riert bei den Konsument*innen eine Wun­der­welt auf grü­ner Wie­se, aber meis­tens ist das nicht der Fall und auch wenn, wäre es nicht die Lösung.

98% des gekauf­ten Fleischs stammt aus der Mas­sen­tier­hal­tung und gera­de mal 2% sind Bio. Dabei essen doch so vie­le Men­schen Bio-Fleisch, wie die 27% aus mei­ner Umfra­ge. Wie passt das denn zusam­men? Wenn man vege­ta­risch lebt und nur ein­mal die Woche Fleisch von der Bio-Bäue­rin um die Ecke kauft, ist das die eine Sache. Aller­dings kau­fen sich vie­le Men­schen, die behaup­ten nur Bio-Fleisch zu essen, mehr kon­ven­tio­nel­les Fleisch, als ihnen viel­leicht bewusst ist. Hier mal ein Sala­mi­bröt­chen vom Bäcker, dort ein Mit­tag­essen in der Men­sa und beim Ein­kau­fen über­kommt einen der Heiß­hun­ger auf Fleisch­sa­lat. Na? Fühlst du dich ertappt? Macht nichts, dafür bin ich ja da.

Es gibt noch wei­te­re Punk­te, die die Rea­li­tät über Bio-Fleisch auf­zei­gen und dabei geht es nicht um die gute oder schlech­te Hal­tung der Tie­re. Wür­den alle Fleisch­esser aus­schließ­lich nur noch Bio­fleisch essen, wür­de das das Pro­blem nicht nur nicht behe­ben, es wäre schlicht und ergrei­fend nicht umsetz­bar. Der Platz auf der Erde wür­de für die »art­ge­rech­te« Hal­tung ein­fach nicht aus­rei­chen. Die Bilanz wäre ins­ge­samt sogar schlim­mer, da die Tie­re län­ger leben, dadurch mehr CO2 aus­sto­ßen und mehr Was­ser und Nah­rung (Soja) bräuch­ten. Auch weni­ger Fleisch essen reicht dann nicht aus, vor allem wenn man wei­ter­hin Milch und Eier kon­su­miert.3

Nutztiere vs. Haustiere — Wo ist der Unterschied?

Zum Abschluss möch­te ich dir noch vor Augen füh­ren, dass es kei­nen Unter­schied zwi­schen dei­nem gelieb­ten Haus­tier und dem Nutz­tier, dass du isst und aus­beu­test, gibt.

STELL DIR MAL VOR, dei­ne Kat­ze oder dein Hund soll nach weni­gen Jah­ren geschlach­tet wer­den, damit ande­re sie essen kön­nen. Wür­dest du dich nicht pro­tes­tie­rend davor stel­len und schrei­en, dass sie gefäl­ligst was ande­res essen sol­len? Wür­dest du dein Tier nicht beschüt­zen wol­len und dem poten­ti­el­len Käu­fer ein lecke­res vega­nes Gericht kochen? Du wür­dest doch sicher­lich alles dafür tun, dass sie dein Haus­tier weder ver­ge­wal­ti­gen, noch ihre Kin­der weg sper­ren, um ihre Mut­ter­milch bru­tal zu klau­en. Du wür­dest ver­hin­dern, dass man sie auf viel zu engem Raum hält und sie auf unna­tür­li­che Diä­ten setzt, um sie am Ende kalt­blü­tig zu ermor­den!

Jeden Tag kämp­fe ich die­sen Kampf. Ich stel­le mich vor die Men­schen, um Tie­re zu beschüt­zen. Tie­re, von denen ich mir vor­stel­le, dass sie einst mei­ne Freun­de waren.

Du sagst jetzt viel­leicht, dass Nutz­tie­re ja aber nicht so süß oder intel­li­gent sind, wie dei­ne Schmu­se­kat­ze oder dass du zu die­sen ja kei­ne per­sön­li­che Bezie­hung hast. Letz­te­res mag viel­leicht stim­men. Bedeu­tet das aber im Rück­schluss, dass ande­re dein Haus­tier miss­brau­chen dür­fen, weil DIESE ja kei­ne per­sön­li­che Bezie­hung zu dem Tier haben? Nutz­tie­re sind im übri­gen viel intel­li­gen­ter und süßer, als vie­le den­ken.

WUSSTEST DU, DASS Schwei­ne Tricks ler­nen kön­nen, genau wie Hun­de? Sie kom­mu­ni­zie­ren auch unter­ein­an­der, haben unter­schied­li­che Cha­rak­te­re, lie­ben es sau­ber und emp­fin­den vor allem Schmerz.4 Auch Kühe sind cle­ve­re und lie­be­vol­le Tie­re, die zum Bei­spiel bes­te Freun­de haben und eben­falls mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Kühe sind außer­dem unglaub­lich empa­thisch. Sie wei­nen um ver­stor­be­ne Fami­li­en­mit­glie­der und wol­len sich um ihre Nach­kom­men küm­mern. Dies wird ihnen nur lei­der ver­wehrt.5 Am über­ra­schends­ten fin­de ich aber die Fak­ten über Hüh­ner. Wuss­test du, dass Hüh­ner mit ihren unge­bo­re­nen Kin­dern reden, genau wie wir das tun? Hüh­ner träu­men auch im Schlaf und sind eben­falls empa­thi­sche Tie­re, die mit ihren Art­ge­nos­sen mit­füh­len. Hüh­ner haben ein Ich-Bewusst­sein und sind genau­so intel­li­gent wie Säu­ge­tie­re.6

Was jetzt?

Ich weiß, das ist eine ganz schö­ne Infor­ma­ti­ons­flut und wenn du es tat­säch­lich beim Lesen bis hier hin geschafft hast, wirst du ent­we­der sagen: »Das wuss­te ich alles schon, ist mir immer noch egal« oder du wirst den­ken: »Wow, die armen Tie­re… Die Mensch­heit ist so grau­sam«. Ich hof­fe natür­lich, es ist letz­te­res und möch­te dir in die­sem Fall fol­gen­des mit auf den Weg geben: Ver­giss nicht die­ses Gefühl! In den aller­meis­ten Fäl­len ver­ges­sen Men­schen die Wor­te und Bil­der, die sie so erschro­cken haben. Sie ver­drän­gen es aus Selbst­schutz, um sich in ihrer Kom­fort­zo­ne nicht gestört zu füh­len. Ich kann nur an dich appel­lie­ren, dass du das nicht tust. Bewahr dir dei­ne jet­zi­gen Gedan­ken, dein jet­zi­ges Gefühl. Erin­ne­re dich bei dei­nem nächs­ten Ein­kauf dar­an und hal­te dir immer vor Augen, wie viel zu damit bewe­gen kannst, wenn du dich gegen das Fleisch, gegen die Milch und gegen die Eier ent­schei­dest.

Für die, die sagen: »Ist mir egal« — Es fol­gen auf die­sen Arti­kel noch zwei wei­te­re Bei­trä­ge, in denen es um die Umwelt und um dein per­sön­li­ches Wohl­be­fin­den geht. In allen Fäl­len ist es immer die bes­se­re Ent­schei­dung, sich vegan zu ernäh­ren. Ich kann nur hof­fen, dass ich dich mit den fol­gen­den Argu­men­ten über­zeu­gen kann. Ich hof­fe auch, dass es dir dann nicht mehr egal ist und dass bei mei­nen Umfra­gen nie­mand mehr ange­ben kann / muss, dass er*sie nicht weiß, war­um er*sie sich vegan ernäh­ren soll­te. Es gibt genug Grün­de. Nie­mand mit Empa­thie kann mir erzäh­len, dass ihm*ihr egal ist, was mit unse­rer Erde, mit den Tie­ren und den Men­schen auf unse­rer Welt pas­siert. Wie alle kön­nen so viel Gutes tun und das allein mit unse­ren Ent­schei­dun­gen, mit unse­ren Ein­käu­fen und unse­rem Ess­ver­hal­ten.

Wenn du schon jetzt mehr über das The­ma erfah­ren möch­test und dich nicht bis zu den Tei­len 2 und 3 der Grün­de für eine vega­ne Ernäh­rung gedul­den möch­test, kann ich dir ans Herz legen, in mei­ner Kate­go­rie »vegan« zu stö­bern. Dort fin­dest du zum Bei­spiel einen Bei­trag über mei­ne per­sön­li­chen Beweg­grün­de zu einer vega­nen Lebens­wei­se, die auch sehr von mei­ner Gesund­heit geprägt waren. Außer­dem gibt es vega­ne Restau­rant-Emp­feh­lun­gen für die Städ­te Ams­ter­dam und Ber­lin und, wie oben schon erwähnt, ers­te Tipps zur Ernäh­rungs­um­stel­lung.

Ich dan­ke dir für dei­ne Auf­merk­sam­keit und freue mich wie immer über Feed­back. Kom­men­tie­re dei­ne Gedan­ken, tre­te mit mir in einen Dia­log und gib auch ger­ne Kri­tik und Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge. Viel­leicht hast du auch Wün­sche bezüg­lich neu­er Bei­trä­ge? Mel­de dich jeder­zeit bei mir! <3

Die Quellen

1 Peta — Grau­sam­keit an Tie­ren

2 Vegan ist Unge­sund — Die Wahr­heit über Bio-Fleisch

3 Film Cow­spi­ra­cy (Ich habe mir den Film zum zwei­ten Mal ange­schaut und die für mich rele­van­ten Fak­ten und Aus­sa­gen auf­ge­schrie­ben. Es gibt auch aus­for­mu­lier­te Fak­ten auf der Inter­net­sei­te, doch die waren mir zu schwam­mig. Zudem habe ich ein­zel­ne Aus­sa­gen nach­träg­lich über­prüft oder direk­te Quel­len­be­zü­ge im Film zusätz­lich ver­merkt.)

4 Peta — Schwei­ne

5 Peta — Kühe

6 Peta — Hüh­ner

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2 Comments
  1. Antworten

    Paula

    September 29, 2020

    ein Super­ar­ti­kel, vie­len Dank für’s Tei­len dei­ner Erfah­run­gen und die Recher­che!

    Lie­be grü­ße
    https://www.wolfiepoli.com/de/

    • Antworten

      Lena B.

      Oktober 8, 2020

      Vie­len Dank 🙂 und gern gesche­hen! Ich freue mich über jede*n Leser*in! <3

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